Vitamin B8 – Inositol

Der Bitterblocker für Nahrungsmittel

Vitamin B8 ist eine andere Bezeichnung für die Substanz Adenosinmonophosphat, welche wiederum ebenfalls als Adenylat bekannt ist und bietet Vorteile für Körper und Geist.

Inositol gilt als Vitaminoid, eine vitaminähnliche Substanz, die vor rund 100 Jahren im Harn von Diabetikern identifiziert wurde. Heute wird es dem Komplex der B-Vitamine zugeordnet. Inositol ist ein (sechswertiger) Alkohol und kommt sowohl in Pflanzen (als Phytinsäure) als auch in Tieren (als Myo-Inositol) vor. Inositol ist im menschlichen Körper praktisch in allen Geweben vorhanden. Besonders hoch konzentriert ist es im Gehirn, in der Niere, Leber und Milz sowie in den Hoden.

Inositol und seine Funktionen
Inositol wird für die guten Funktionen der Zellmembranen benötigt. Sehr wichtig ist Inositol vor allem für die Übertragung von Nervensignalen im Körper. Es hilft außerdem beim Transport von Fetten bzw. allgemein beim Fettstoffwechsel. Vermutlich trägt Inositol auch zur Reifung von Spermien bei. Aus Tierversuchen ist bekannt, dass bei einem Mangel an Inositol Wachstumsstörungen, Haarausfall und Leberverfettung entstehen können.

Inositol – aus körpereigener Herstellung und aus der Nahrung
Inositol kann vom Körper selbst aus Glukose hergestellt werden und gilt daher als nicht essenziell. Möglicherweise wird es auch aus gesunden Bakterienkulturen im Verdauungstrakt gebildet. Inositol ist in der Nahrung vor allem in Nüssen, Bohnen, Weizen und Weizenkeimen sowie in Orangen enthalten. Hauptsächlich kommt es in Form von Phytaten vor. Werden diese in großen Mengen aus der Nahrung aufgenommen, können sie die Aufnahme von Kalzium, Eisen und Zink vermindern. Inositol aus Nahrungsergänzungen hat diesen Effekt nicht und ist daher für therapeutische Zwecke zu bevorzugen.

Bei Diabetes und einigen anderen Krankheiten kann der Stoffwechsel von Inositol gestört sein.

Im Durchschnitt nehmen wir mit unserer Ernährung täglich etwa ein Gramm Inositol auf. Eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für die Aufnahme gibt es bisher nicht, die US-amerikanischen Empfehlungen liegen bei einem Gramm täglich. Über deutliche Inositol-Mängel gibt es bisher keine Berichte. Bekannt ist jedoch, dass Diabetiker Inositol verstärkt ausscheiden. Inositol-Ergänzungen können bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) den Inositol-Stoffwechsel und die davon abhängigen Funktionen normalisieren. Auch bei einigen anderen Krankheiten (der Nieren, Multiple Sklerose und erhöhte Blutfette) ist der Stoffwechsel von Inositol verändert. Alkohol und Koffein können Inositol beeinträchtigen, Östrogene können Inositol entleeren. Der Bedarf an Inositol ist dann entsprechend erhöht.