Vitamin B4 (Cholin)

Cholin übt im menschlichen Körper verschiedene Funktionen aus

 

Vitamin B4 – auch Cholin genannt

 

 

Als Bestandteil von Lecithin ist Cholin essentiell für den Aufbau sämtlicher Zellmembranen.

  • Cholin bildet in Form seines Essigsäureesters das Acetylcholin, einen der wichtigsten menschlichen Neurotransmitter. Acetylcholin regelt die Reizübertragung von Nerv zu Muskel und fungiert als Botenstoff im zentralen Nervensystem. Auf diese Weise trägt Cholin zur Muskelkontrolle und einem funktionierenden Gedächtnis bei.
  • Im Gallensekret bringt Cholin Nahrungsfette in eine Emulsion. Es sorgt zudem für den Abtransport von Triglyceriden aus der Leber. Darüber hinaus steigert es die Kapazität der Leber, den Organismus von Belastungen durch Medikamente, Alkohol, Schwermetalle oder Umweltgifte zu entlasten.
  • Cholin ist eine Quelle für Methylgruppen, die der Körper braucht, um die schwefelhaltige Aminosäure Methionin zu verstoffwechseln.

Vitamin B4 (Cholin)

  • einem normalen Homocystein-Stoffwechsel (mindestens 82,5 mg pro 100 g bzw. Portion).
  • einem normalen Fettstoffwechsel (mindestens 82,5 mg pro 100 g bzw. Portion).
  • der Erhaltung einer normalen Leberfunktion (mindestens 82,5 mg pro Lebensmittel).

 

Cholin senkte die Spiegel der an Entzündungen beteiligten Zytokine Interleukin-4, Interleukin-5 und Tumornekrosefaktor-Alpha.
Da die meisten cholinreichen Nahrungsmittel tierischen Ursprungs sind, vermuten Fachleute, dass insbesondere Vegetarier und Veganer gefährdet sind, einen Mangel zu erleiden. Das industrielle Hinzufügen von Lecithin in der Nahrungsmittelverarbeitung könnte wiederum eine Steigerung bis zu 115 mg in der täglichen Cholinaufnahme ausmachen. Lecithin ist zwar chemisch gleichbedeutend mit Phosphatidylcholin, die meisten Präparate enthalten allerdings nur etwa 13 Prozent des reinen Cholins. Somit würde eine Supplementierung mit 4,2 Gramm Lecithin der empfohlenen täglichen Mindestdosis von 550mg Cholin entsprechen.

Als Nahrungsergänzungsmittel sind in vielen Ländern Salze des Cholins erhältlich; z.B. Cholinchlorid oder Cholinbitartrat.

Überdosierung:

Extrem hohe Dosen von 10 bis 16 Gramm pro Tag rufen bei den Konsumenten einen fisch-ähnlichen Körpergeruch hervor.

Darüber hinaus führt eine Überdosis Cholin zu Speichelfluss, Erbrechen und verstärktem Schwitzen.

Mangel:

Cholinmangel erzeugt eine Fettleber

Cholinmangel als Risikofaktor für Neuralrohrdefekte