Nahrungsergänzungsmittel

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sonstige Stoffe (Aminosäuren, Ballaststoffe, Pflanzenstoffe ) dienen zur Ergänzung der täglichen Ernährung.
Dadurch können sie zum Erhalt derGesundheit und Wohlbefinden beitragen und gehören somit zur Gruppe der Gesundheitsprodukte.

Die Spitzenreiter:

Platz 1: Multivitaminpräperate

Multivitaminpräparate sind Nahrungsergänzungsmittel, welche die wichtigsten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten.
Sie werden für die Vorbeugung und Behandlung von Mangelzuständen eingenommen.
Häufig werden sie auch als Stärkungsmittel bei Müdigkeit und Erschöpfung eingesetzt.
Die Inhaltsstoffe erfüllen zahlreiche lebensnotwendige Funktionen im Stoffwechsel und können vom Körper nicht selbst gebildet werden.
Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden.
Die möglichen Interaktionen der einzelnen Inhaltsstoffe sind zu beachten.

 

Platz 2: Magnesium

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff , der unter anderem als Cofaktor zahlreicher Enzyme wirksam ist.
Magnesium wird unter anderem bei Mangelzuständen, bei einem erhöhten Bedarf und bei Wadenkrämpfen eingenommen.
Daneben existieren zahlreiche weitere Anwendungsgebiete.
Magnesium befindet sich zum größten Teil in den Knochen und in der Skelettmuskulatur.
Es beeinflusst nicht nur sie, sondern auch den Herzmuskel und die autonome Muskulatur vieler Organe, etwa der Blutgefäße oder Bronchien.
Außerdem unterstützt Magnesium viele Enzymsysteme
Es gibt die verschiedensten Verbindungen:

organische Magnesiumarten:

Magnesiumcitrat, das Magnesiumsalz der Zitronensäure, und hat die höchste Bioverfügbarkeit.
Dieses Salz wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Nierensteinen.
Es eignet sich sehr gut für eine längerfristige Magnesium-Ergänzung, wird rasch resorbiert und ist gut verträglich.
Der Anteil an elementarem Magnesium ist beim Tricitrat höher als beim einfachen Citrat, etwa doppelt so hoch.Magnesiumglycinat, auch Magnesiumchelat genannt, ist das Salz der Aminosäure Glycin.
Dieses Glycin schützt die empfindlichen Schleimhäute des Verdauungstraktes vor möglichen Reizungen durch Magnesium.
Außerdem wirkt es entspannend und beruhigend. Magnesiumglycinat ist besonders gut verträglich, aber nicht sehr hoch dosiert.

Magnesiumorotat ist das Salz der Orotsäure, auch Molkesäure genannt.
Bekannt ist hier die sehr gute Wirkung auf unser Herz-Kreislauf-System und bei koronarer Herz-Erkrankung. Belastungstoleranz und Gefäßfunktionen können damit verbessert werden.
Auch Magnesiumorotat ist recht gut verträglich.

Magnesium-Malat, ein Salz der Apfelsäure, eignet sich gut für Menschen, die unter Erschöpfung und Müdigkeit leiden.
Denn Apfelsäure ist Bestandteil von Enzymen, die bei der Synthese von ATP (Adenosintriphosphat) eine wichtige Rolle spielen.

Diese Substanz ist an der Energieproduktion in unseren Zellen beteiligt.anorganische Magnesiumarten:

Magnesiumcarbonat, das Magnesiumsalz der Kohlensäure, kommt z. B. in der Sango Meeres Koralle vor.
Die Substanz wirkt dank ihrer säurehemmenden Eigenschaft recht gut bei Sodbrennen, zu hoch dosiert wirkt es abführend.Magnesiumchlorid, das Magnesiumsalz der Chlorwasserstoff- bzw. Salzsäure,ist als orales Nahrungsergänzungsmittel kaum im Einsatz.
Dagegen kann es seine belebende und antibakterielle Wirkung als wässrige Lösung (Magnesium Öl) durch Eindringen in die Haut entfalten.

Magnesiumsulfat, Magnesiumsalz der Schwefelsäure, auch als Bittersalz bekannt, ist ein starkes Abführmittel.
Als tägliche Magnesium – Supplementierung ist diese Art von Magnesium allerdings nicht geeignet.
Dagegen kommt es in der Medizin bevorzugt zum Einsatz.
Auch wird es als Magnesiumsulfat – Heptahydrat oft in der Notfallmedizin intravenös bei Herzinfarkt oder akutem Asthmaanfall eingesetzt.

Magnesiumoxid ist eine der am häufigsten angebotenen Magnesiumformen.
Es gilt als billigstes Magnesium-Supplement und wird daher auch häufig gekauft.
Es ist als Abführmittel und Antazidum (Säure bindend) z. B. bei Sodbrennen zu empfehlen.
Trotz eines hohen Anteils an elementarem Mg wird es schlecht vom Körper aufgenommen.

Magnesiumhydroxid ist nicht das Magnesiumsalz einer Säure, sondern das der Kalziumlauge, lässt sich aber auch aus Meerwasser gewinnen.
Die Substanz ist als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, wirkt gut als Abführmittel und bei Sodbrennen als Säurebinder.

Magnesiumhydrogenphosphat schließlich ist als Magnesiumsalz der Phosphorsäure ebenfalls ein gutes Abführmittel. Es wird unter E343 als Säureregulator und Trennmittel in Lebensmitteln verwendet.

 

Platz 3: Calzium

Calzium ist ein besonders wichtiger Mineralstoff für den Knochenstoffwechsel und für die korrekte Funktion von Enzymen.
Ebenfalls benötigt der Körper Kalzium, damit Herz, Nieren und Lungen richtig arbeiten können.
Kalzium spielt u.a. auch eine wesentliche Rolle für Muskeln, Nerven und die Blutgerinnung.

Den höchsten Calziumwert ist in Milchprodukten