Spurenelement Kupfer

 

Kupfer ist ein Spurenelement, das im menschlichen Körper für die Herstellung der Pigmente und der roten Blutkörperchen, für die Stärkung des Abwehrsystems, für die Wundheilung, für die Eisenaufnahme und für den Aufbau verschiedener Gewebe benötigt wird.

Verschiedene Nahrungskomponenten sind in der Lage, den Kupferstoffwechsel zu beeinflussen, indem sie zu Veränderungen in der Absorptions- und Ausscheidungsrate sowie der Cu-Verteilung im Körper führen.
Beispielsweise fördert die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C (Ascorbinsäure), einigen Aminosäuren, Glucosepolymeren, Proteinen, Fumarsäure – Fumarat –,Oxalsäure – Oxalat – sowie anderen organischen Säuren, wie Citrat, Malat und Lactat, die Kupferabsorption.

Zu hohe Konzentrationen an Ballaststoffen, Calcium, Phosphat, Zink, Eisen, Molybdän, Cadmium, Sulfid und Phytate beziehungsweise Phytinsäure vermindern hingegen die Absorption von Kupfer. Sehr ausgeprägt sind die Effekte bei Eisen und Zink.

 

Gesundheitsbezogene Aussagen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

 

Kupfer trägt dazu bei

  • der Erhaltung von normalem Bindegewebe.
  • einem normalen Energiestoffwechsel.
  • einer normalen Funktion des Nervensystems.
  • einer normalen Haarpigmentierung.
  • einem normalen Eisentransport im Körper.
  • einer normalen Funktion des Immunsystems.
  • dem Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

 

Mangel:

Bei Kupfermangel steht dem Körper das essentielle Spurenelement Kupfer nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Kupfer findet sich in zahlreichen Enzymen und ist für die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt mitverantwortlich. Der verminderte Kupferspiegel im Blut wird als Hypocuprämie bezeichnet.

Symptome:

  • Blutarmut (Anämie)
  • Infektanfälligkeit
  • Pigmentierungsstörungen der Haut und Haare (z.B. Vitiligo)
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Knochenschwund und Neigung zu Knochenbrüchen
  • Bindegewebsstörungen
  • Arteriosklerose
  • sprödes Haar
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Entwicklungsstörungen
  • Fertilitätsstörungen

Mitunter ähneln Kupfer-Mangelerscheinungen den Symptomen eines Vitamin-C-Mangels (Skorbut).

 

Überdosierung:

Die tägliche Zufuhr von bis zu fünf Milligramm Kupfer gilt als ungefährlich.

Eine Kupfervergiftung infolge von Überdosierung kann unangenehme bis hin zu gefährlichen Folgen haben.

Symptome:

  • Erbrechen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Gemütsschwankungen
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Bluthochdruck, erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Leberstörungen
  • Zink-Mangel
  • Entzündungen der Atemwege, Gelenke und inneren Organe

In schweren Fällen kann eine Kupfervergiftung sogar zum Tode führen.