Algen

Algen- Gesundheit aus dem Meer

Es gibt Braun-, Rot-, Blau- und Grünalgen.

Blaualgen sind jedoch biologisch gesehen Cyanobakterien und damit nicht mit den übrigen Algen verwandt.
Cyanobakterien sind sowohl in Süßwasser als auch in Salzwasser zu finden

Braun- und Rotalgen sind überwiegend als Meeresalgen in Salzwasser angesiedelt.
Die Mehrzahl der Grünalgen gedeiht in Süßwasser.
Meeresalgen enthalten viel Jod.

 

Braunalgen:

Braunalge

Aus Braunalgen wird Alginsäure (Alginate) gewonnen.
Alginatsäure, sogenannte Gelbildner, besitzen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und werden zum Beispiel in der Lebensmittel-, der Pharma- und der Kosmetikindustrie genutzt.
Einige Braunalgenarten werden auch direkt als Lebensmittel verwendet – insbesondere in der asiatischen Kultur gehören Braunalgen schon mehr als 3.000 Jahren zu den wichtigsten Nahrungsmitteln.
Deshalb eigenen sich Alginate besonders gut als Wirkstoff zur Linderung von Sodbrennen.
Kommen Alginate in Berührung mit der Magensäure, bildet sich auch dort eine stabile, zähflüssige Schutzschicht, die als Barriere die Magensäure daran hindert, zurück in die Speiseröhre aufzusteigen.
So wirkt Braunalge rein physikalisch und beeinträchtigt nicht den Säurehaushalt des Magens unter der Schutzschicht.
Alginate werden nicht vom Körper aufgenommen und nicht vom Organismus verstoffwechselt, sondern sie werden unverändert wieder ausgeschieden.
Aus diesem Grund sind auch keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.
Diese Sodbrennen-Blocker sind für eine dauerhafte Anwendung und auch für Schwangere gut geeignet, wobei eine Rücksprache mit dem Arzt hier trotzdem zu empfehlen ist.
Braunalgen eignen sich besonders für Suppen, als Gemüse oder im Salat. Für Sushi-Röllchen werden vor allem Nori Rotalgen verwendet.
Man kann sie auch frittieren und als Knabberei essen.
Oder fein zerrieben als Salzersatz benutzen.
Braunalgen gibt es in verschiedenen Sorten:
Hijki, Wakame, Kelp, Mekabu, Arame und Kombu.
Sie schmecken mild, leicht süßlich bis zu kräftig würzig.
Man bekommt sie teilweise vorgekocht und dann getrocknet, in feine Streifen geschnitten oder als Flocken. Meeresalgen im Naturkosthandel wachsen in sauberen Gewässern.
Die Algen werden regelmäßig auf Schwermetallrückstände und den aktuellen Jodgehalt kontrolliert.

Beispiele:

kelpKelp (Seetang) ist ein übergreifender Name für verschiedene Arten von Braunalgen, die als Meeresgemüse essbar sind.
Kelp liefert eine Reihe von Nährstoffen, vor allem das Kohlenhydrat Algin (Natrium-Alginat), weiter verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Bor,Jod, Kupfer, Selen und Zink.
Von den Vitaminen sind C, E und K, viele B-Vitamine sowie die Vitaminoide Cholin, Inositol und PABA enthalten. Kelp hat einige gesundheitliche Funktionen auf das Herz-Kreislauf-, Immun- und Verdauungssystem.
Kelp kann beispielsweise helfen, Darmparasiten zu entfernen und durch den Gehalt von Algin Verstopfungen erleichtern.
Kelp kann durch seinen Jodgehalt die Schilddrüse anregen und bei einer Unterfunktion der Schilddrüse die Jodversorgung verbessern. Kelp kann außerdem dazu beitragen, Belastungen durch Schwermetalle abzubauen, das gilt speziell für Barium und Strontium.

WakameWakame ist ein flaches, dünnes Seegemüse, das vor allem in der japanischen Küche verwendet wird.
Wakame enthält eine Reihe von Aminosäuren, darunter Arginin, Glutaminsäure, Leucin, Prolin und Tyrosin.
Außerdem sind Kalzium, Eisen, Zink und Vitamin C enthalten.
Wakame hat einige gesundheitliche Wirkungen, das betrifft vor allem das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem.
Wakame kann u.a. dazu beitragen, einen erhöhten Blutdruck sowie zu hohe Triglyzerid-Werte zu senken.
Wakame kann antiviral wirken und das Immunsystem anregen.
Wakame trägt außerdem dazu bei, Darmparasiten zu entfernen.

 

Rotalgen: 

rotalge

 

Zu den Rotalgen gehören Agar, Dulse, Irisches Moos und Nori.

Rot- und Braunalgen enthalten nützliche Nährstoffe und haben gesundheitliche Wirkungen.
Rotalgen sind eine Gruppe von pflanzlichen, mehrzelligen, verästelten, faserartigen Algen, die in wärmeren, küstennahen Gewässern häufig vorkommen.
Ihre rötliche Farbe entsteht durch den Gehalt von Phycoerythrin (ein Chromoprotein).
Viele Rotalgen-Arten haben antivirale Fähigkeiten (gegen Retroviren, Herpes simplex etc.).

 

Viele enthalten Carrageen (Polysaccharid), das als Grundsubstanz für die Zellwände von vielen Rotalgen dient.
Carrageen wird in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel (E 407) eingesetzt.

Beispiele:

Agar Agar Bei uns ist diese Alge als Agar-Agar bekannt und wird bei der Herstellung von Lebensmitteln als Verdickungsmittel eingesetzt.
Ein übermäßiger Verzehr kann zu Flatulenz und Darmbeschwerden (Obstipation) führen.

 

 

alge dulse Dulse ist eine Algen-Art, die besonders reich an dem Spurenelement Jod ist.

 

 

 

irisch moos Irisches Moos ist eine Algen-Art, die u.a. Carrageen, Kalzium, Jod und Mangan enthält.
Irisches Moos kann dazu beitragen, einen erhöhten Blutdruck zu senken und entzündliche Prozesse im Verdauungssystem, z.B. bei Gastritis oder Geschwüren, zu verringern.
Irisches Moos wirkt außerdem auf das Atemsystem und kann helfen, entzündliche Prozesse bei Bronchitis zu lindern.
Carrageen (Irisch-Moos-Extrakt); Carrageen gehört zu den Galactosan-Polysacchariden und ähnelt dem Agar.
Von den verschiedenen Carrageen-Arten werden einige in der Lebensmittelindustrie verwendet.
Sie unterstützen die Löslichkeit in Schoko- und Kakao-Getränken und werden als Gelier- und Verdickungsmittel für Schlankheits- und Light-Produkte eingesetzt.
Carrageen hat vermutlich antivirale Wirkungen.

nori algeNori ist eine essbare Algenart, die vor allem in der japanischen Küche verwendet wird.
Mit ihren hauchdünnen, getrockneten Blättern wird Nori zur Herstellung von Sushi verwendet.
Nori enthält eine Reihe von Nährstoffen, darunter verschiedene Aminosäuren, Chlorophyll, die Carotinoide Beta-Carotin und Lutein, das immunstärkende Beta-Sitosterol (Phytosterol), sowie Kalzium, Phosphor, Eisen, Jod und Vitamin C.

Nori hat durch diese Nährstoffe eine Reihe von gesundheitlichen Wirkungen. Diese Alge kann dazu beitragen, einige Arten von schädlichen Bakterien und Pilzen zu hemmen (z.B. E. coli. Salmonellen, Aspergillus). Nori hat möglicherweise durch den Gehalt von Beta-Carotin, Lutein undChlorophyll auch antimutagene Fähigkeiten.

 

 

Blaualgen: blaualgen

Cyanobakterien (Werden häufig auch als Blaualgen bezeichnet, obwohl sie eigentlich nicht zu den Algen zählen.)

 

 

 

 

 

 

spirulinaSpirulina enthält eine ganze Reihe von gesundheitlich wirksamen Nährstoffen.
Dazu gehören verschiedene Aminosäuren, darunter Alanin, Valin, Isoleucin, Lysin, Threonin und Phenylalanin.
Spirulina enthält weiter in jeweils relativ geringen Mengen Glykogen, die Carotinoide Beta-Carotin und Xanthophyll, das Enzym Superoxiddismutase, nützliche Fettsäuren wie Gamma-Linolen und Linolsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Mangan, Chlorophyll und Phycocyanin sowie viele B-Vitamine (B1, B2, B6, Folsäure, Niacin und Pantothensäure).
Mit diesen Mikro-Nährstoffen wirkt Spirulina auf eine Reihe von gesundheitlichen Funktionen ein.
Sie kann das Herz-Kreislauf-System stärken und vor allem die Bildung von Blutzellen anregen.
Das ist vor allem dem Gehalt an Phycocyanin zu verdanken, das außerdem die Stammzellen im Knochenmark fördert. Auch das Immunsystem kann von Spirulina profitieren, da die enthaltenen Nährstoffe Immunzellen anregen. Spirulina kann die Bildung von Antikörpern erhöhen, sie födert auch die Bildung und Aktivität von T-Lymphozyten, Fresszellen (Makrophagen, Phagozyten) und Killerzellen.
Sie kann außerdem die Funktionen der wichtigen Immunorgane Thymusdrüse und Milz stärken. Spirulina wirkt antientzündlich, antiviral (z.B. auf Herpes simplex) und antioxidativ.
Sie regt den Stoffwechsel an und kann dazu beitragen, die Cholesterin- und Blutzuckerwerte zu verbessern.
Spirulina kann weiter die Zellen schützen und die Reparatur von Schäden in der DNA anregen.
Sie kann auch toxische Wirkungen von Blei im Körper verringern.

Afa-AlgenAphanizomenon flos-aquae (AFA-Algen):
Die Afa-Alge gehört zu den Nährstoff- und Energiereichsten Wildpflanzen, die in der Natur vorkommen.
Sie enthält Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren und eine große Vielzahl an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.
Afa-Algen werden besondere Eigenschaften zugeschrieben: Sie sollen Energie steigernd wirken, diegeistige Klarheit und Konzentration erhöhen können, regulierend den Stoffwechsel beeinflussen und das Immunsystem unterstützen.

Grünalgen:grünalgen

Grünalgen sind ein- oder mehrzellig, sie bilden schaum-, film-, faserartige, verzweigte und verfilzteKolonien oder wie bei den Meeresalgen blattähnliche Wedel.
Grünalgen haben sehr unterschiedliche Lebensräume, die vom Frischwasser über Felsen und andere feuchtkalte Oberflächen reichen
Chlorella Die wohl bekannteste Grünalge ist Chlorella, sie ist einzellig und siedelt sich in stillen, frischen Gewässern, aber auch auf Böden oder Baumrinden an.
Es gibt verschiedene Chlorella-Arten, in Nahrungsergänzungen wird hauptsächlich Chlorella pyrenoidosa verwendet.
Chlorella enthält viele Nährstoffe, vor allem Polysaccharide und Chlorophyll, aber auch verschiedene Aminosäuren, darunter Arginin, Leucin, Lysin und Phenylalanin.
Weiter sind mehrere Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, z.B. Eisen, Magnesium, Kalzium, Zink, Jod und Germanium.
Bei den Vitaminen sind A, C, E und K, viele B-Vitamine sowie die Vitaminoide Cholin und Inositol enthalten.

Arten:

alge ulva Ulva (Meeressalat)
Als Meeressalat wird diese Alge in Frankreich sehr gern serviert,
Ulva kann jedoch auch als Suppenzutat dienen.

 

alge schizochytriumDie Mikroalge Schizochytrium sp. ist reich an den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA und wird beispielsweise Ölen zugesetzt.

 

 

alge ulkenia

Die Mikroalge Ulkenia sp. weist ebenfalls hohe Gehalte an Omega-3-Fettsäuren auf.

Das gewonnene Öl wird beispielsweise Backwaren zugesetzt.
Aus dieser Alge wird auch die Alternative zum Fischöl gewonnen.

 

chlorella Chlorella hat einige gesundheitliche Wirkungen, vor allem auf das Immunsystem.
Sie kann das Immunsystemanregen und die Immunreaktionen stärken.
Das kann dazu beitragen, vor bakteriellen oder viralen Infektionen zu schützen oder auch Erkältungen vorzubeugen.
Chlorella kann vermutlich einen erhöhten Blutdruck verringern und die Wundheilung beschleunigen.
Mit zu den wichtigsten Funktionen von Chlorella gehört, dass sie helfen kann, im Körper angereichertes Cadmium, Blei, Quecksilber und Dioxin zu entgiften bzw. zu entfernen.
Chlorella wird daher als Nahrungsergänzung oft zur Ausleitung von Schwermetallen, z.B. nach einer Zahnsanierung mit der Entfernung von Amalgam-Füllungen, eingesetzt.
Allerdings sind dafür relativ hohe Chlorella-Mengen (ca. 8 g täglich oder mehr) notwendig.